Parasitische Gärten
Installation im Kunstraum Material, Klingestrasse 23, 8005 Zürich
Baugerüst, Maschendraht, Magnete, Eisenspäne, Acryl, Video-Loop, Wasserbecken







Die Ausstellung Parasitische Gärten verdichtet zentrale Untersuchungsfelder der letzten Jahre zu einer installativen Setzung. Im Fokus steht der Werkcharakter des Parasitischen ebenso wie das Wechselverhältnis von Natur und Technik.
Der Titel referiert zugleich auf den paradiesischen Garten. Der Begriff des Paradieses geht ursprünglich auf das Persische zurück und bezeichnete einen umhegten, gestalteten Naturraum. In dieser Umkehrung erscheint das Parasitische nicht als Störung, sondern als produktive Kraft, die bestehende Ordnungen nutzt, überlagert und transformiert.
Eine Gerüstinstallation im Zentrum des Raumes korrespondiert mit Arbeiten an den Wänden und im Schaufenster. Viele Werke greifen naturwissenschaftliche Phänomene auf – Magnetismus, Oberflächenspannung von Wasser oder Interferenzen des Lichts. Mit Metallspäne bestückte Magnete bilden flechten- oder moosartige Gebilde. In Betonkörper eingelassene Magnete lassen Eisenpulver zu floralen Wucherungen erstarren. An den Wänden zeigen mit dem Bunsenbrenner bearbeitete Kupferplatten Anlassfarben, die sich je nach Lichteinfall verändern.
So entsteht ein hybrider Garten aus technischen Materialien und organisch wirkenden Formen, in dem Wachstum, Anziehung und Transformation sichtbar werden.